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Krebsentstehung

Die Rolle des Immunsystems

Schon lange geht man davon aus, dass das Immunsystem eine wesentliche Rolle im Schutz vor Krebserkrankungen spielt. Mutationen führen zu Veränderungen von Proteinen, die auch im immunologischen Sinn ein verändertes Aussehen mit sich bringen. Auf die veränderten Proteine kann das Immunsystem gezielt reagieren. Mutationen können unabhängig vom Alter eines Individuums im Prinzip bei jeder Zellteilung durch einen Kopierfehler entstehen.

Zwei zentrale Faktoren

Wir haben es also in der Krebsentstehung mit zwei zentralen Faktoren zu tun: einerseits dem Genom, in welchem durch Kopierfehler Mutationen auftreten, die zu einem Verlust der Kontrolle der Zellvermehrung führen; und andererseits dem Immunsystem, dessen Aufgabe es ist, den Organismus vor Bedrohungen zu schützen, diese aber mit zunehmendem Lebensalter immer schlechter erfüllen kann. Das im Alter geschwächte Immunsystem schafft es nicht mehr, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören.

Unterschiedliche therapeutische Optionen

Wir können Krebs als Erkrankung der Gene betrachten und durch entsprechende Interventionen zu einer Verbesserung der Überlebenschancen beitragen. Es ist aber ebenso legitim, eine Krebserkrankung als Symptom einer Immunschwäche zu sehen, die sich entweder altersbedingt, durch Immundefekterkrankungen, oder durch immunsuppressive Maßnahmen entwickelt hat.



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